Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

62. Großkontrolle im Frankfurter Bahnhofsviertel

Im Rahmen der "Innenstadtoffensive" waren bis in die Abendstunden erneut Einsatzkräfte der Polizei Frankfurt, des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz, der Bundespolizei und der Stadtpolizei mit verstärkten Kontrollen im Bahnhofsgebiet und in der Innenstadt im Einsatz.

Die über eingesetzten Beamten kontrollierten insgesamt über 514 Personen und fertigten 35 Strafanzeigen. Darüber hinaus stellten sie 40 Ordnungswidrigkeiten fest sowie 11 Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Cannabisgesetz fest.

Das Zusammenspiel aus den polizeilichen Einsatzkräften und Kontrollkräften der VGF führte am U-Bahnaufgang des Willy-Brandt-Platzes zum Erfolg. Die gemeinschaftlich agierenden Kontrollkräfte trafen auf einen Mann mit offenem Haftbefehl, woraufhin Polizeibeamte ihn festnahmen und in das zentrale Polizeigewahrsam brachten.

Am Abend gelang zivilen Einsatzkräften die Festnahme eines Taschendiebs auf frischer Tat in der Moselstraße. Ergänzt wurden die Maßnahmen durch Verkehrskontrollen. Dabei ahndeten die Beamten diverse Ordnungswidrigkeiten.

Kontrolldruck bleibt weiterhin hoch

Innenminister Roman Poseck zog folgende Bilanz: „Hessen hält den Kontrolldruck im Frankfurter Bahnhofsviertel hoch. Seit dem Start der Innenstadtoffensive im Februar 2024 ist die Polizei in kurzen Abständen mit Großkontrollen vor Ort präsent. In den 61 Großkontrollen wurde über 12.500 Personen kontrolliert und über 1.700 Strafanzeigen gefertigt. Hinter den Zahlen stecken Kriminelle, die maßgeblich zur Verunsicherung im Bahnhofsviertel beitragen. Dazu gehören Dealer, die offen auf der Straße mit Drogen handeln und das Elend der Abhängigen ausnutzen, Straftäter, die mit offenem Haftbefehl gesucht werden sowie Menschen, die Waffenverbote missachten und sich über Aufenthaltsverbote hinwegsetzen. Sie prägen das Bild des Bahnhofsviertels und tragen dazu bei, dass sich Anwohner, Gewerbetreibende und Reisende unsicher fühlen.

Hessen geht daher konsequent gegen diese Entwicklung vor: Gezielte Razzien gegen Kriminelle, mehr Polizeipräsenz, Videoüberwachung – auch mit Künstlicher Intelligenz, verstärkte Kontrollen auch in den Waffenverbotszonen, und die strafrechtliche Ahndung von Verstößen gegen Aufenthaltsverbote.

Die bereits Anfang des Jahres eingerichtete mobile Wache ist ab morgen noch häufiger im Bahnhofsviertel präsent. Sie wird nun an sechs Tagen, anstatt an nur vier Tagen flexibel im Einsatz sein. So machen wir die Polizei noch sichtbarer und verbessern die Erreichbarkeit für die Menschen. Eine mobile Wache stärkt das Sicherheitsgefühl vor Ort. Mittelfristig wollen wir noch mehr: Wie angekündigt, ist eine stationäre Polizeiwache für Landes- und Stadtpolizei für das Bahnhofsviertel vorgesehen. Land und Stadt stehen ihm Hinblick auf eine gemeinsame Immobilie in Verhandlung.

Straftaten im Bahnhofsviertel deutlich zurückgegangen

Dieses Maßnahmenbündel macht es Dealern und anderen Kriminellen deutlich schwerer. Auch wenn wir noch nicht am Ziel sind, sind die Straftaten im Bahnhofsviertel zuletzt deutlich zurückgegangen. Dies gilt insbesondere für die Straßenkriminalität, die sich um 6,9 Prozent reduziert hat. Gleichzeitig setzt die Landesregierung auf ein starkes soziales Fundament und flankiert die Bemühungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit durch verlässliche Mittel für die Suchtprävention, innovative „Housing-First“-Projekte sowie den gezielten Ausbau der medizinischen Behandlung von Schwerstabhängigen in Form einer Substitutionsstudie.

Kriminelle sollen sich im Bahnhofsviertel nicht sicher fühlen. Sie sollen wissen, dass der Kontrolldruck nicht nachlässt. Mit der gestrigen Razzia setzen wir unseren Kurs fort und werden das auch in Zukunft tun. Unsere Polizei setzt den Rechtssaat konsequent durch.“